Natürlich gegen Mundgeruch: Wie die Ernährung zu Atemfrische beiträgt
Wenn der Atem unangenehm riecht
Unangenehmer Atem kann viele Gründe haben – in der Regel sind es Bakterien in der Mundhöhle, die Nahrungsreste zersetzen und dabei schwefelhaltige Gase freisetzen, die einen unangenehmen Geruch erzeugen. Die Ursache liegt oft in einer mangelhaften Zahn- und Mundpflege, Karies oder Zahnfleischproblemen. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten, hormonelle Umstellungen, ein trockener Mund, Nikotinkonsum und bestimmte Erkrankungen des Verdauungstrakts können Mundgeruch bedingen. Ebenso sorgen stark gewürzte Gerichte, Knoblauch, Zwiebeln und Alkohol kurzfristig für schlechten Atem. Besonders morgens tritt Mundgeruch auf, da nachts weniger Speichel produziert wird, der die Bakterien wegspült.
Was hilft? Diese Lebensmittel sorgen für Atemfrische
Der richtige Speiseplan kann viel bewirken – vor allem, wenn der Mundgeruch auf bestimmte Ernährungsgewohnheiten zurückgeführt werden kann. Verschiedene Lebensmittel sorgen dafür, dass der Speichelfluss angeregt, Bakterien gehemmt oder Geruchsstoffe gebunden werden. Hier eine Auswahl:
- Pflanzliche Frischehelfer: Viele Küchenkräuter – etwa Minze, Zitronenmelisse, Dill, Petersilie und Kamille – enthalten ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung. Sie können Mundgeruch spürbar mildern.
- Gewürze mit Wirkung: Zimt, Anis und Fenchel machen das Essen nicht nur schmackhaft, sondern hemmen bestimmte Mikroorganismen, die für schlechten Atem verantwortlich sind.
- Regelmäßiges Trinken von grünem oder schwarzem Tee kann das Bakterienwachstum im Mundraum eindämmen und so den Geruch des Atems neutralisieren.
- Frisches zum Kauen: Rohes Obst und Gemüse wie Äpfel, Kirschen, Karotten, Gurken und Sellerie haben eine doppelte Wirkung: Einerseits fördern sie die Speichelbildung, andererseits reinigen sie beim Kauen mechanisch die Zähne und die Zunge.
- Zitrusfrüchte wie Zitronen und Limetten wirken durch ihre Säure antibakteriell und neutralisieren Gerüche. Das enthaltene Vitamin C stärkt zusätzlich das Immunsystem. Hinweis: Nach dem Zähneputzen sollte man wegen der aggressiven Wirkung der Säure auf den Zahnschmelz etwas warten, bevor man Zitrusfrüchte konsumiert.
- Die Ingwer-Knolle enthält Öle, die antibakteriell wirken. Beim Kauen wird ein Enzym freigesetzt, das unangenehme Gerüche im Mundraum neutralisiert.
- Milchsäurebakterien in ungesüßtem Naturjogurt und Kefir helfen, die Mundbakterien ins Gleichgewicht zu bringen und Schwefelverbindungen abzubauen, die für Mundgeruch verantwortlich sind. Zudem profitieren Zahnfleisch und Zahnbeläge von den positiven Effekten dieser probiotischen Milchprodukte. Des Weiteren kann Vollmilch starke Essensgerüche (etwa von Zwiebeln oder Knoblauch) nachweislich abschwächen und binden.
Was Sie neben der Ernährung beachten sollten
- Gründliche Zahnpflege ist unverzichtbar: Dazu gehört regelmäßiges Putzen, die tägliche Verwendung von Zahnseide und idealerweise die Reinigung der Zunge mit einer Zungenbürste. Auch antibakterielle Mundspülungen begünstigen einen frischen Atem.
- Bei trockener Mundschleimhaut empfiehlt es sich, viel Wasser zu trinken, um die Speichelproduktion anzuregen. Auch das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi kann hilfreich sein.
Achtung: Sollte der Mundgeruch trotz aller Bemühungen anhalten, ist ärztlicher Rat gefragt. Falls der unangenehme Atem nämlich auf Magenprobleme oder Erkrankungen des Mund- und Rachenbereichs zurückzuführen ist, sollte dies von einem Arzt diagnostiziert und behandelt werden. Ein auffälliger Geruch, der als süßlich oder ammoniakartig beschrieben werden kann, kann Hinweise auf Erkrankungen wie Diabetes liefern.