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Abgebrochener Zahn

03.10.2025

Zahn abgebrochen? Das sollten Sie wissen!

Ein abgesplitterter Zahn kann schmerzhaft sein und sollte immer ernst genommen werden. In diesem Blog erfahren Sie, in welchen Situationen Zähne brechen können, welche Sofortmaßnahmen helfen und welche Behandlungen möglich sind:

Zahn abgebrochen? Das sollten Sie wissen!

Warum brechen Zähne?

Die Gründe für Zahnfrakturen sind vielfältig. In einigen Fällen liegt die Ursache im nächtlichen Knirschen, das durch den starken Druck die Zahnsubstanz schwächt und langfristig Risse begünstigt. Auch eine zu harte Putztechnik kann dem Zahnschmelz schaden, da durch den übermäßigen Druck die schützende Schicht abgetragen wird. Ein weiterer Risikofaktor sind abgestorbene Zähne: Fehlt die Versorgung durch Blutgefäße, verliert der Zahn seine Stabilität und wird brüchig. Ebenso spielt Karies eine zentrale Rolle, da ein vorgeschädigter Zahnschmelz seine Schutzfunktion beim Kauen harter Lebensmittel nicht mehr erfüllen kann. Mit zunehmendem Alter nimmt die Widerstandsfähigkeit der Zähne generell ab, wodurch sie für Zahnfrakturen anfälliger werden. Darüber hinaus ist das Risiko bei schwangeren Frauen erhöht, die unter wiederholtem Erbrechen während ihrer Schwangerschaft leiden. Schließlich können äußere Einflüsse zu einem abgebrochenen Zahn führen: Unfälle beim Sport oder das Beißen auf harte Speisen wie Bonbons oder Nüsse führen nicht selten zu Zahnfrakturen. Auch das Öffnen von Flaschen oder Verpackungen mit den Zähnen kann Schäden verursachen.

Welche Anzeichen gibt es?

Ein abgebrochener Zahn macht sich in den meisten Fällen durch Schmerzen oder eine erhöhte Empfindlichkeit bemerkbar. Vor allem beim Verzehr von sehr kalten, heißen oder stark zuckerhaltigen Speisen reagieren die betroffenen Stellen empfindlich.

Welche Sofortmaßnahmen gibt es?

Kommt es zu einem Bruch, ist schnelles Handeln entscheidend. Abgesplitterte Zahnteile sollten unbedingt aufbewahrt und feucht gehalten werden – am besten in H-Milch oder in einer Kochsalzlösung. Dabei ist wichtig, dass man die Fragmente an der Zahnkrone und nicht an der Wurzeloberfläche anfasst. Ein eigenständiges Wiedereinsetzen oder gar das Abschleifen der beschädigten Stelle sind tabu, da hierdurch Infektionen und Folgeschäden entstehen können. Der nächste Schritt ist der sofortige Kontakt mit einem Zahnarzt oder einem zahnärztlichen Notdienst, um die Erfolgschancen für ein Ankleben des Zahnstücks zu erhöhen. Zusätzlich können Betroffene den Mund vorsichtig mit lauwarmem Wasser ausspülen, Schmerzen mit einem Kühlpack von außen lindern und Blutungen durch steriles Verbandsmaterial stillen.

Wie wird ein abgebrochener Zahn behandelt?

Welche Behandlung gewählt wird, hängt immer vom Schweregrad des Bruchs ab. Handelt es sich nur um eine kleine Absplitterung, können die losen Teile mit einem speziellen Kunststoffkleber wieder angeklebt oder die Kanten abgeschliffen werden – vorausgesetzt, der Zahnnerv ist unverletzt. Liegt ein mittelschwerer Schaden vor, wird häufig ein zahnfarbenes Kompositmaterial eingesetzt, um die fehlende Substanz aufzufüllen. Wenn die Verletzung schwerwiegender ist, können auch Veneers oder Teilkronen notwendig sein, um die Stabilität und Ästhetik wiederherzustellen. Schäden, bei denen der Nerv betroffen ist und Blut austritt, lassen sich mit den genannten Methoden nicht mehr behandeln. In solchen Fällen ist eine Wurzelbehandlung erforderlich, bei besonders schweren Verletzungen sogar der vollständige Ersatz des Zahns durch eine Brücke, ein Implantat oder eine Teilprothese.

Wie kann man vorbeugen?

Damit es gar nicht erst zu einem Zahnbruch kommt, sind vorbeugende Maßnahmen entscheidend. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt und die halbjährliche professionelle Zahnreinigung tragen wesentlich dazu bei, die Zähne und den Mund gesund zu halten. Die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten gehört genauso zu einer guten Zahnhygiene wie die richtige Putztechnik. Auch die richtige Ernährung spielt eine Rolle: Zuckerhaltige Lebensmittel fördern Karies, und die Kombination von sauren und süßen Speisen kann den Zahnschmelz zusätzlich angreifen. Zudem sollte man Angewohnheiten wie Nägelkauen oder das Verwenden der Zähne zum Öffnen von Verschlüssen ablegen. Für Menschen, die mit den Zähnen knirschen, empfiehlt es sich, nachts eine Schiene zu tragen. Sportler können das Verletzungsrisiko ihrer Zähne durch einen passenden Mundschutz deutlich reduzieren.